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Eines der ersten Flugzeuge
der .Deutschen .Lufthansa der DDR war die Aero 45. Vornehmlich kam
das Flugzeug zu Lufttaxi-Diensten und Rundflügen zum Einsatz,
vereinzelt auch als Verbindungsflugzeug beim Militär. Die Ausrüstung
mit einer Krankentrage war auch möglich.
Die Tschechoslowakische
Flugzeugindustrie fertigte bei der Firma Aero diesen soliden
Ganzmetalltiefdecker, der offenbar eine Weiterentwicklung des
deutschen Musters Siebel Si-204 darstellt. Dieses Flugzeug wurde
nach 1945 als C-3A, C-3B und C-3C in 179 Exemplaren gebaut. Sein
Nachfolger, Super-Aero-45 wurde hingegen bei der Firma
.Let-.Kunivice
gefertigt, da die Anlagen von AERO in Prag für die Aufnahme der
MiG-15 Lizenzproduktion gebraucht wurden. Der Erstflug des Musters
fand am 21. Juli 1947 statt. Bis Mitte der fünfziger Jahre des
letzten Jahrhunderts wurden etwa 428 Exemplare aller Varianten in
der CSSR gefertigt. Zur .Deutschen
.Lufthansa der DDR gelangten ab
1956 insgesamt 6 AERO A-45S.
Der eigentliche
Bestimmungszweck dieses Musters war der Betrieb als Lufttaxi. Heute
würde man das als Geschäftsfliegerei bezeichnen. In der DDR
existierte jedoch kein wirklicher Bedarf nach einer allgemeinen
Luftfahrt. So wurde die AERO 45 meist für Rundflugeinsätze
herangezogen. Auch zur Pilotenausbildung soll das Flugzeug benutzt
wurden sein. Da jedoch nur mit Rundflügen die Maschine nicht
wirtschaftlich ausgenutzt werden konnte, standen ab 1960 alle
AERO-45S zum Verkauf. Ein Flugzeug wurde 1960 nach einem Unfall
abgeschrieben, 4 Exemplare gingen an die NVA, ein Exemplar an die
.Dresdner .Flugzeugwerke und ein Exemplar wurde an einen
Kenianischen Geschäftsmann Namens .Ramesh
.Wason verkauft. Da jedoch
die Lizenz des Käufers abgelaufen war, wurde das Flugzeug von
Flugkapitän .Heinz
.Maiwald nach Nairobi überführt.
In der DDR flogen neben
der .Deutschen .Lufthansa auch die Luftstreitkräfte dieses Muster. Ab
1962 übernahm die NVA zunächst zwei Flugzeuge von der DLH. Später
kamen noch zwei hinzu und blieben bis 1964 im Einsatz. Ein Flugzeug
wurde nach der Ausmusterung dem Verkehrsmuseum .Dresden übergeben
und ist dort noch heute zu besichtigen. Weitere Nutzer in der DDR
waren die .Flugzeugwerke
.Dresden, die eine Maschine von der DLH
übernahmen und ein Flugzeug neu erwarben sowie der VEB MAB
.Leipzig-.Schkeuditz,
der ebenfalls eine DLH Maschine bekam. Neben der DDR kauften auch
andere Länder das Flugzeug: UdSSR, Schweiz, Italien, VR Polen,
Bulgarien und Ungarn. Darüber hinaus wurde das Flugzeug in China als
Suingara-1 in Lizenz gebaut. Inklusive der Chinesischen Varianten
wurden 590 Exemplare produziert. |